Fotoprojekte
Stimmen der Zeit
Münchner Frauen in ihren 90igern
Fotoprojekt | 2026
Sie haben Krieg und Frieden erlebt, Zerstörung und Wiederaufbau, Veränderung und Neubeginn.
Diese Ausstellung widmet sich Münchnerinnen, die über neun Jahrzehnte Lebenserfahrung in sich tragen – Zeuginnen einer Stadt, die sich immer wieder neu erfunden hat.
In einfühlsamen Schwarz-Weiß-Porträts zeigt die Fotografin Gesichter, in denen sich Geschichte spiegelt. Jede Falte erzählt von vergangenen Jahrzehnten, von Arbeit, Familie, Verlust und Freude. Die Klarheit der Bilder lässt Raum für das Wesentliche: Würde, Stärke, Erinnerung.
Begleitend zu den Fotografien erzählen die Frauen in Gesprächen von ihrem München – von Kindheitsspielen in Trümmerstraßen, vom ersten eigenen Zimmer, vom Wandel der Stadtviertel, von Traditionen, die geblieben sind, und von neuen Zeiten, die sie neugierig verfolgen.
Gemeinsam entsteht ein lebendiges Erinnerungsbild eines Jahrhunderts – aus vielen persönlichen Geschichten, die zusammen die Seele einer Stadt formen.
Diese Ausstellung möchte bewahren, was sonst verloren ginge: die Stimmen einer Generation, die München geprägt hat wie keine andere.
29. Juli bis 20. Sep 2026 | Schauraum Ackermannbogen München
Finissage am 20. Sep 19 - 21 Uhr.
Um 20 Uhr wird im gleichen Raum ergänzend der Film Ruinenschleicher und Schachterleis – München nach 1945“ von Michael von Ferrari gezeigt
https://50er.muenchen-zeitreisen.de/
FrauenLeben – Indien
Fotoprojekt | 2024
Im Sommer 2024 reiste Bettina Lindenberg zum dritten Mal nach Indien. Im Mittelpunkt stand diesmal nicht das Reisen, sondern die Begegnung mit Frauen und ihren Lebenswelten. Vier Wochen arbeitete sie im SAHELI-TRUST-Projekt in Dehradun (Uttarakhand), einer Initiative, die Frauen durch Bildung, Ausbildung und berufliche Perspektiven stärkt.
Während ihres Aufenthalts porträtierte sie Frauen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen – Lehrerinnen, Schneiderinnen, Taxifahrerinnen, Mitarbeiterinnen des Frauenprojekts sowie die Mädchen, die im SAHELI-TRUST ein Zuhause gefunden haben. Gleichzeitig unterstützte sie das Projekt fotografisch bei der Gestaltung von Flyern und Bildmaterial für die Öffentlichkeitsarbeit.
Im Anschluss führte sie ihre Reise durch Rajasthan fort. Auf Märkten, in kleinen Werkstätten und Dörfern entstanden weitere Porträts von Frauen, deren Stärke und Alltag sie besonders beeindruckten.
FrauenLeben ist eine fotografische Hommage an Frauen, die mit Mut, Tatkraft und Selbstverständlichkeit ihren Alltag gestalten. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt in Bettina Lindenbergs künstlerischer Auseinandersetzung mit Frauenporträts – ein Thema, das sie heute in ihren Arbeiten konsequent weiterführt.
Dies Ausstellung wurde zum Internationalen Frauentag 2025 im Schauraum am Ackermannbogen gezeigt
Götterspiele
Alles was wir erinnern, begreifen und imaginieren
Zwöf Zeitzeugen berichten
Ein Projekt von Manuela Rademaker (Konzept) und Bettina Lindenberg (Fotografie) 2022
Die Installation »Götterspiele« spürt mithilfe den zu AudioVideo Collagen verarbeiteten Berichten der Zeitzeugen, großformatigen Fotografien von diesen und historischem Video- und Objektmaterial den Geist der Olympischen Spiele 1972 nach. Über Kopfhörer tauchen die Besucher in die Erinnerungsberichte der Zeitzeugen ein, während das Auge über historischen Projektionen wandert. Eigene Bilder und Gedanken tauchen auf, die die Besucher zu eigenen Berichten inspirieren, die im Laufe der Ausstellung den Raum mit weiteren Erinnerungen füllen, die für den Augenblick des Aufenthalts in die Gegenwart gezogen und beim Verlassen wieder in die Vergangenheit entlassen werden.
»Götterspiele – Alles was wir erinnern«
1. Juli bis 28. Aug 2022
| Schauraum Ackermannbogen München
Installationsausstellung mit Audio, Video, Fotografie und Objekten
Gefördert durch die Kulturreferat II + IV der Landeshauptstadt München und dem
Kulturbüro Ackermannbogen eV
Manuela Rademaker Künstler Leitung, Videos, Interviews, Performances, Buch
|
Fotografie Bettina Lindenberg
www.manuelarademaker.de
Nahaufnahme –
Frauen erzählen ihre Geschichte
Eine Ausstellung von Bettina Lindenberg (Fotografie) und Barbara Hummel (Text)
Fotoprojekt | 2015
Nahaufnahme entstand als gemeinsames Ausstellungsprojekt mit Barbara Hummel anlässlich des Internationalen Frauentages 2015. Während sie die Interviews führte und die Lebensgeschichten der Frauen aufschrieb, porträtierte ich die Frauen fotografisch.
Im Mittelpunkt standen Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern, die heute in München leben. Uns interessierte, welche Wege sie nach Deutschland geführt hatten, welche Herausforderungen sie gemeistert haben und was Heimat für sie heute bedeutet.
Mit meinen Porträts wollte ich den Frauen ein Gesicht geben und ihre Persönlichkeit sichtbar machen. Die Fotografien und Interviews ergänzten sich zu persönlichen Einblicken in Lebensgeschichten, die von Mut, Stärke und Neuanfang erzählen.
Die Ausstellung wurde mit Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München erstmals zum Internationalen Frauentag 2015 gezeigt und stieß auf großes Interesse. Aufgrund der positiven Resonanz wurde das Projekt erweitert und später mit Frauen aus München und Augsburg erneut präsentiert.
Rückblickend war Nahaufnahme der Beginn meiner intensiven Auseinandersetzung mit Frauenporträts –
ein Thema, das mich bis heute in Projekten wie
Women's Lives und
Stimmen der Zeit
begleitet.